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6.Oct 2022


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I-Ging Krieger Mathematiker Krieger Jonglage Schach


19. LIN / DIE ANNÄHERUNG

Die Annäherung hat erhabenes Gelingen.

Fördernd ist Beharrlichkeit.

Kommt der achte Monat, so gibt's Unheil.

Das Zeichen als Ganzes deutet auf eine Zeit hoffnungsfrohen Fortschritts. Der Frühling naht. Freude und Nachgiebigkeit bringen Hohe und Niedrige einander näher. Erfolg ist gewiß. Nur bedarf es der entschlossenen und beharrlichen Arbeit, um die Gunst der Zeit voll auszunützen. Und noch eins: Die Frühlingszeit dauert nicht ewig. Im achten Monat sind die Aspekten umgekehrt. Da sind nur noch zwei starke, lichte Linien übrig, die aber nicht im Vordringen, sondern im Rückzug sind (vgl. das nächste Zeichen). Diesen Umschlag gilt es rechtzeitig zu bedenken. Wenn man so dem übel begegnet, ehe es noch in die Erscheinung getreten ist, ja noch ehe es sich zu regen begonnen hat, so wird man seiner Meister werden.



Ein Krieger des Lichts ist kein Betrüger: Doch er versteht es, seinen Gegner abzulenken. So begierig er auch ist, wird er immer strategisch vorgehen, um sein Ziel zu erreichen. Fühlt er sich am Ende seiner Kräfte, so wird er sich betont Zeit lassen, damit sein Feind annimmt, er habe es nicht eilig. Wenn dieser erwartet, daß er rechts angreift, zieht er seine Truppen nach links. Wenn er sofort kämpfen will, beginnt er zu gähnen und macht sich zum Schlafen fertig. Seine Freunde meinen: "Seht, wie schnell seine Begeisterung verpufft!" Aber er schert sich nicht darum, was sie sagen, denn sie kennen seine Taktiken nicht. Ein Krieger des Lichts weiß, was er will. Er braucht keine Erklärungen abzugeben.

'Handbuch des Kriegers des Lichts' von Paulo Coelho, Seite 20



Mathematician of the day


Carl Friedrich Gauss


Weil er weiß, daß die Zeit für ihn arbeitet, hat es ein Krieger des Lichts nie eilig. Er lernt seine Ungeduld zu meistern, und vermeidet unüberlegtes Handeln. Geht er langsam, wird er bemerken, wie fest seine Schritte sind. Er weiß, daß er an einem entscheidenden Augenblick in der Geschichte der Menschheit teilhat und sich selbst ändern muß, bevor er die Welt verändern kann. Daher erinnert er sich an die Worte von Lanza del Vast: "Eine Revolution braucht Zeit um Fuß zu fassen." Ein Krieger pflückt eine Frucht erst, wenn sie reif ist.



'Handbuch des Kriegers des Lichts' von Paulo Coelho, Seite 56