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6.Oct 2022


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I-Ging Krieger Mathematiker Krieger Jonglage Schach


47. KUN / DIE BEDRÄNGNIS (DIE ERSCHÖPFUNG)

Die Bedrängnis. Gelingen. Beharrlichkeit.

Der große Mann wirkt Heil. Kein Makel.

Wenn man etwas zu sagen hat, wird es nicht geglaubt.

Notzeiten sind das Gegenteil von Erfolg. Aber sie können zu Erfolg führen, wenn sie den rechten Menschen treffen. Wenn ein starker Mensch in Not kommt, so bleibt er trotz aller Gefahr heiter, und diese Heiterkeit ist die Grundlage späterer Erfolge. Sie ist die Beständigkeit, die stärker ist als das Schicksal. Wer sich durch Erschöpfung innerlich brechen läßt, der hat freilich keinen Erfolg. Aber wen die Not nur beugt, in dem erzeugt sie eine Kraft der Gegenwirkung, die sicher mit der Zeit ans Licht kommt. Doch dazu ist kein Gemeiner fähig. Nur der große Mann wirkt Heil und bleibt ohne Makel. Freilich nach außen hin ist ihm zunächst der Einfluß versagt, da seine Worte keine Wirkung haben. Darum gilt es in Zeiten der Not innerlich stark zu sein und wenig Worte zu machen.



Alle Wege der Welt führen mitten ins Herz des Kriegers:
Er taucht, ohne zu zögern in den Strom der Leidenschaften ein, der durch sein Leben fließt.
Der Krieger weiß, daß er frei ist, zu wählen, was er wünscht. Seine Entscheidungen trifft er mutig, uneigennützig und zuweilen auch mit einer kleinen Priese Verrücktheit. Er nimmt seine Leidenschaften an und genießt intensiv. Er weiß, daß er auf die Begeisterung der Eroberungen nicht verzichten muß. Sie gehören zum Leben und erfreuen alle, die daran teilhaben. Dagegen verliert er die dauerhaften Dinge und die festen Bande, die sich im Laufe der Zeit herausgebildet haben, nie aus den Augen. Ein Krieger des Lichts weiß zu unterscheiden zwischen dem, was vergänglich ist, und dem, was endgültig ist.



'Handbuch des Kriegers des Lichts' von Paulo Coelho, Seite 18



Mathematician of the day


Andre Weil


Wie die Schlacht am Ende ausgegangen ist, weiß der Krieger des Lichts selten. Die Bewegung des Kampfes setzt in ihrem Umfeld viel Energie frei und es gibt einen Augenblick, in dem sowohl der Sieg als auch die Niederlage möglich sind. Die Zeit wird zeigen, wer gesiegt oder verloren hat. Aber der Krieger weiß, daß er von diesem Augenblick an nichts mehr tun kann: Der Ausgang der Schlacht liegt in Gottes Händen. In diesem Augenblick sorgt sich der Krieger nicht mehr um den Ausgang. Er prüft sein Herz und fragt: "Habe ich den Guten Kampf gekämpft ?" Ist die Antwort positiv, ruht er sich aus. Ist die Antwort negativ, packt er sein Schwert und beginnt aufs neue zu üben.

'Handbuch des Kriegers des Lichts' von Paulo Coelho, Seite 104